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Auf den Spuren von Payne Stewart

Golfgeschichte zum Anfassen – Golfträume werden in Pinehurst und beim berühmtesten Leuchtturm in North & South Carolina erfüllt. Zumindest einmal im Leben… – Von Damian Bungart


Leidenschaftliche Golfer haben viele Träume: einmal ein Major-Turnier live erleben. Einmal einen Golfpro treffen. Einmal eine Trainingsstunde bei einem Startrainer nehmen. Zu diesen Einmal-im-Leben-Erlebnissen zählt bei den allermeisten Hobbyspielern auch der Wunsch, legendäre Golfplätze zu spielen.

Der Old Course in St. Andrews gehört in diese Kategorie ebenso wie die weiteren Plätze der Open-Championship-Rota (unter anderem Royal Troon, Royal Birkdale, Carnoustie, Royal Portrush, Royal Liverpool, Royal St. George’s) oder die Linksplätze an der (nord-)irischen Küste. Besonders für europäische Golfer sind gerade diese Plätze beliebte Ziele, um die eigene Golfleidenschaft mit erlebbarer Historie zu vereinen. Auf der Suche nach Legenden, großen (Golf-)Geschichten und spektakulären Golferlebnissen lohnt sich jedoch auch der Blick über den großen Teich.

Ganz besondere Plätze

Eine Aufzählung aller geschichtlich und aktuell bedeutsamen Golfplätze der Vereinigten Staaten würde den Rahmen dieser Geschichte allerdings sprengen. Deshalb beschränken wir uns auf die Bundesstaaten North Carolina und South Carolina. Beide beheimaten unzählige, hervorragende Golfanlagen – und einige ganz besondere…

Unser Reisebus biegt auf den langgezogenen asphaltierten Weg vor dem Clubhaus des Pine­hurst Resort ein. Die Sonne präsentiert das weiße Gebäude mit seinem roten Dach im besten Licht. Der Anblick hat etwas Magisches. Doch es ist nicht allein der Anblick, der einem dieses schwer greifbare Gefühl vermittelt, hier an einem ganz besonderen Ort zu sein. Es ist die bedeutende Geschichte dieses Resorts, mit all den Dramen und großen Golfmomenten, die sich hier zugetragen haben.

Legendäre Golfmomente

Eine dieser Prägungen erhielt das Resort im Jahr 1999. Damals gewann Payne Stewart in einem packenden Zweikampf gegen Phil Mickelson die U.S. Open auf Pinehurst No. 2. Noch heute steht eine Statue mit Stewarts Jubelgeste zwischen Clubhaus und Putting Green.

Es war die erste U.S. Open, die Pinehurst erlebte. 1936 war das 6.938 Meter lange Layout von Donald Ross Austragungsort der PGA Championship, 1951 wurde der Ryder Cup auf No. 2 ausgespielt. In die deutsche Golfgeschichte ging der Platz mit dem Sieg Martin Kaymers bei der U.S. Open 2014 ein. Doch das Pinehurst Resort hat noch einiges mehr zu bieten als den berühmten Platz No. 2. Insgesamt verfügt es über neun Championship-Golfplätze. Anstatt ausgefallener Namen
heißen sie schlicht No. 1 bis No. 9. Alle 18-Loch-Layouts tragen die Handschrift berühmter Golfplatzdesigner. Donald Ross (No. 2 und 3), Tom Fazio (No. 4, 6 und 8), Ellis Maples (No. 5) und Jack Nicklaus (No. 9) haben ihre Platzideen auf den Sandhügeln in Pinehurst verwirklicht.

Spitzenhotels mit langer Tradition

Der erste Kurs wird seit 1898 bespielt und wurde von diversen Golfern gestaltet. Auch Donald Ross, einer der bekanntesten Platzdesigner aller Zeiten, prägte mit seiner schottischen Herkunft das Layout der No. 1 mit.

Auf dem Areal des Resorts befinden sich, neben den neun Spitzenplätzen, Hotels und Villas. Auch dort haben Gäste Gelegenheit, auf historischen Spuren zu wandeln. Das Carolina Hotel beispielsweise wurde an Neujahr 1901 eröffnet und hat seinen eleganten Charme seitdem nie verloren. Schon wenn man die Eingangshalle betritt, fühlt man sich in die Ursprungsjahre des Hotels zurückversetzt. Auf modernen Komfort und edle Gemütlichkeit muss man deshalb jedoch nicht verzichten. ‚Herrschaftlich‘ ist wohl die treffendste Bezeichnung für die prachtvolle Vier-Sterne-Unterkunft.

In und um Pinehurst

Im Herzen des Pinehurst Resort befindet sich das 1895 eröffnete The Holly Inn. Das älteste Hotel des Resorts ist ebenfalls ein Vier-Sterne-Haus und verfügt über 82 Zimmer und Suiten. Komplettiert werden die Wohnmöglichkeiten im Pinehurst Resort durch das The Manor Inn und die Condos. Das sind Ferienwohnungen mit zwei bis drei Schlafzimmern, die sich perfekt für Familien oder kleine Gruppen eignen.

Während eines Aufenthaltes in North Carolina ist ein Besuch im Pinehurst Resort Pflicht. Trotzdem sollte man das Umland nicht außer Acht lassen: In der Golfregion Pinehurst-Southern Pines-Aberdeen gibt es 40 erstklassige Golfplätze im Umkreis von weniger als 25 Kilometern. Es bietet sich also an, ein paar Tage Zeit für die Region, die sich selbst „The Home of American Golf“ getauft hat, einzuplanen.

Die Reise an die amerikanische Ostküste führte uns neben North Carolina auch nach South Carolina. Dort locken mit Myrtle Beach, der Charleston-Region und Hilton Head Island – um nur einige zu nennen – zahlreiche Top-Golfdestinationen.


Das Juwel von Hilton Head Island

Auf unserem Trip haben wir das Juwel von Hilton Head Island besucht, das Sea Pines Resort. Mit Harbour Town Golf Links, Heron Point und Atlantic Dunes sind drei hervorragende und weltweit geschätzte Championship-Plätze dort beheimatet.

Unumstrittenes Aushängeschild dieser Anlage am Atlantik ist der Harbour Town Golf Links. Dieser Par-71-Kurs zählt zu den Meisterstücken des renommierten Platzdesigners Pete Dye. Als Berater stand Dye kein Geringerer als Jack Nicklaus zur Seite. Entsprechend trickreich schlängelt sich der 6.491 Meter lange Parcours durch den Süden von Hilton Head Island. Alljährlich sind hier auch die PGA-Tour-Stars zu Gast, für das RBC Heritage, das seit 1969 auf dem Platz ausgetragen wird. Direkt im Anschluss an das Masters in Augusta reisen die besten Spieler der Welt zum einzigen Tour-Event in South Carolina an.

Berühmter Leuchtturm

John Farrell, Head Pro im Harbour Town Golf Links, berichtet stolz, dass das Event in anonymen Umfragen unter den PGA-Tour-Pros als zweitbestes nach dem Masters gewertet wurde. Gründe dafür gibt es reichlich. Angefangen beim wunderschönen, mit edlem Interieur ausgestatteten Clubhaus, bis hin zum bestens gepflegten und anspruchsvollen Golfplatz.

Den Höhepunkt einer abwechslungsreichen Golfrunde erreicht man, wenn man auf dem 18. Abschlag steht: Links rauschen die Wellen des Atlantik, geradeaus liegt das Fairway dieses schweren Par-4-Lochs und hinter dem Grün ist der weiß-rot-gestreifte Leuchtturm gut zu erkennen. Er ist das Wahrzeichen des Platzes.

Top-Destination Hilton Head Island

Im Sea Pines Resort steht für Besucher mit dem The Inn & Club at Harbour Town ein Luxushotel mit 60 Zimmern und Suiten zur Verfügung. Zudem gibt es Häuser und Ferienwohnungen mit einem bis mehr als sechs Schlafzimmern zu mieten. 

Das Sea Pines Resort ist allerdings nicht die einzige Basis für einen ereignisreichen Golf- und Erholungsurlaub auf Hilton Head Island. So eignen sich beispielsweise auch das Palmetto Dunes Oceanfront Resort oder das Omni Hilton Head Oceanfront Resort als Ausgangspunkt für die große Vielfalt an Aktivitäten auf dem Eiland. Diese Resorts sind lediglich 15 Autominuten von Harbour Town entfernt und bieten ihrerseits Top-Golfplätze (Robert Trent Jones Course, George
Fazio Golf Course, Arthur Hills Course).

Herausragende Golfplätze für jeden Geldbeutel

Eine Reise in die Südstaaten North und South Carolina ist für Golfer ein besonderes Erlebnis. In beiden Staaten gibt es zahlreiche herausragende Golfplätze – für jeden Geldbeutel. Denn, ähnlich wie in Großbritannien, findet man im Schatten der großen, historisch belegten Plätze eine Vielzahl wunderschöner Anlagen, für die man nicht mehrere Hundert Dollar Greenfee bezahlen muss.


Eine gute Option, um die beiden Staaten zu erkunden, ist die Anreise über Charlotte. In der näheren Umgebung des Flughafens bieten sich mit dem Gaston Country Club (25 Kilo­meter) und dem Springfield Golf Club (30 Kilometer) zwei Golfanlagen für den ersten Abschlag des Aufenthaltes an. Der Gaston CC befindet sich westlich von Charlotte. Bekanntester „Sohn“ des Clubs ist Harold Varner III, der seit 2016 auf der PGA Tour spielt.

Unvergesslich

Der Springfield Golf Course liegt im Süden des Flughafens von Charlotte, direkt hinter der Staatengrenze auf dem Gebiet von South Carolina. Es ist ein hügeliger Par-72-Platz, dessen Bahnen an vielen Stellen an pracht­volle Südstaatenvillen grenzen.

Eine Runde hier ist die perfekte Einstimmung auf einen Trip durch North und South Carolina. Zwei Staaten, die eine große, ruhmreiche Golfhistorie vorzuweisen haben. Auf diesen Spuren der Golfgeschichte zu wandeln, ist für jeden Golfer ein unvergessliches und lohnenswertes Erlebnis.


REISEANGEBOT: Mit GT-Chefredakteur Oskar Brunnthaler nach Kiawah Island

Lohnenswerte Erlebnisse verspricht auch die GOLF TIME tours Reise nach South Carolina. Zusammen mit GOLF-TIME-Chefredakteur Oskar Brunnthaler geht es zu einem weiteren Hotspot der Südstaaten, nach Kiawah Island. Weitere Informationen und das Angebot gibt es hier: www.golftimetours.com.

Möchten wir nicht alle ein bisschen "leading" sein?

Mission: Die Nr. 1 in den Köpfen der Golfer zu werden. Was ist nun mit den weichen Faktoren, die einen guten Golfclub auszeichnen? Freundlichkeit, Service, Ambiente, um nur einige zu nennen? 


Im Mainstream mitschwimmen, den Anschluss nicht verpassen, VIP sein, Sterne besitzen und zu den Stars gehören. Das scheint unsere Welt zu sein. Wer erinnert sich schon an den Zweitplatzierten? Der Schauspieler Tom Cruise sagte in einem seiner ersten Filme "Lockere Geschäfte": "Es ist nichts leichter, als mit der Eitelkeit des Menschen Geld zu verdienen." Reichtum und Ansehen, Kleidung und Schmuck, Autos und Sternchen, Statussymbole - alles ein Teil unseres Lebens. Ist es wirklich so verächtlich, sich mit all dem zu schmücken?

Letztendlich liegt es im Auge des Betrachters, was man darstellt und was man ist. Doch nicht nur der Mensch ist und wird klassifiziert. Marketing-Strategen meinen, dass sich ein Gast schneller für ein Hotel entscheidet, wenn man dem Hotel das Alleinstellungsmerkmal sozusagen eindeutig auf die Fahne schreibt. Das Sternesystem und die Leading-Klassifizierung hatte man weltweit eingeführt.

Sternchen bekommen auch Golfanlagen für Öffnungszeiten, Zahlungsverkehr, Startzeiten, Ergebnislisten und viele andere Dinge. Sternchen gibt es auch für sanitäre Anlagen, geharkte Bunker und Bänke. Möchte man fünf Sterne erreichen, sollte unter anderem schon an jedem Abschlag ein Mülleimer stehen. Bei der Leading-Klassifizierung ist es ähnlich. Es werden Kriterien wie Schlechtwetter-Bespielbarkeit, optische Gestaltung der Score-Karten, Schönheit, Handhabung und Design der Publikationen und Drucksachen bewertet. Die Identifikation mit der Leading-Gemeinschaft gehört ebenso dazu.

Der Mensch braucht einen Leitfaden

Kriterien, die ein Golfer bestimmt in seinem Spiel als positiv und durchaus im Vier- bis Fünf-Sterne-Bereich oder im Leading sucht: Es wird die Rasendichte, Kahl- und Braunstellen, Schnitthöhe und Ebenheit sowie Festigkeit bewertet. Wegweiser zum nächsten Tee, Getränkeservice und Ballwascher, Auskunft über Spielbarkeit - z.B. aerifizieren, Wartezeiten, Angebot, Gastronomie und vieles mehr.

Sicherlich – Qualitätsmerkmale und die Bewertung lässt man sich auch gerne etwas kosten. Dass Leading und Sterne den Golfer in seinen Entscheidungen beeinflussen kann, ist vielleicht nicht von der Hand zu weisen. Der Mensch braucht einen Leitfaden und auch ein Gefühl von Gemeinschaft. Es besteht die Gefahr, dass der Golfer mit großen Erwartungshaltungen herangeht. Die Enttäuschungen sind manchmal bitterlich. Denn eine Kette – sprich Golfanlage – ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das fängt schon bei der Begrüßung an.

Deutschland golft mit vier Sternen

Bei vier Sterne verzeiht der Golfer möglicherweise. Man zeigt sich menschlich und verständnisvoll, und mit einer kurzen Erklärung oder Entschuldigung ist der Golfer versöhnt, eben der richtige, im Beschwerdemanagement geschulte Umgang mit dem Kunden. Wie überwiegend in der Hotellerie leben wir also in einer Golf-Welt der vier Sterne. Deutschland golft mit vier Sternen und scheint recht zufrieden damit. 

Bei Leading ist man als Verbraucher und Golfer schon sensibler. Hier erwartet man einen sehr hohen Standard und eine perfekte Serviceleistung in allen Bereichen. Leading ist Luxus. Leading ist der Inbegriff für Service, Leistung und Preis. Leading ist chic. Eine Leading-Golfanlage ist sicherlich angreifbarer, vorausgesetzt, es halten sich dort Verantwortliche auf, denen der Blick auf die Relation nicht verloren gegangen ist – nämlich die Relation zu Preis und Leistung.

Möchten wir nicht alle ein bisschen Leading sein?

Doch der Mensch ist ein Herdentier, und je höher man in der Klassifizierung steht, je weniger scheint das Bedürfnis der Menschen vorhanden zu sein, konstruktive Kritik zu üben. Es ist sozusagen ein Privileg, unter Gleichgesinnten zu sein. Möchten wir nicht alle ein bisschen "leading" sein? Warum wollen Golfanlagen Leading oder Sterne klassifiziert sein? Nachdem wir die Verbraucherseite und emotionalen Beweggründe ein wenig beleuchtet haben, sollten wir nach dem Sinn und wirtschaftlicher Realität der verschiedenen Klassifizierungssysteme fragen.

Eine Klassifizierung ist unter einem Marketingaspekt zu beurteilen. Wie positioniere ich meine Golfanlage, was ist mein Alleinstellungsmerkmal, wofür steht meine Golfanlage, das sind Fragen, die sich jeder Verantwortliche im Golfmanagement stellen sollte. Geeignete Wege werden dafür gesucht, um dem Verbraucher eindeutige und unkomplizierte Antworten auf Fragen zu geben, die dieser noch gar nicht gestellt hat.

Auch, wenn das bekannte Hotelklassifizierungssystem lediglich von ca. 17 Prozent der deutschen Beherbungsbetriebe angewandt wird, so sind es gefühlte 95%. Eben diese immense Popularität macht sich die deutsche Golfanlagenklassifizierung zu Eigen und schafft es, mit einer einfachen Aneinanderreihung von bis zu fünf Sternen ganze Bände zu sprechen.

Leading Golf Clubs of Germany

"The Leading Hotels of the World" haben es erfolgreich vorgemacht. Die stark tourismusorientierten Österreicher haben es auf den Golfsektor umgeschrieben und erfolgreich nach Deutschland als "Leading Golf Clubs of Germany" exportiert. Ein Markenname, der hohe Erwartungshaltungen beim Golfer verursacht. 

Das System der Leading-Klassifizierung ist abweichend von dem der Golfanlagen-Klassifizierung, auch auf subjektive Eindrücke wird von den "Mystery-Testern" aufgebaut. Welches Ambiente hat das Clubhaus, wie wird der Aspekt des Platzes empfunden, all das sind Fragen, die unter anderem von den anonymen Testern beantwortet werden. Sterne-Klassifizierer überprüfen harte Fakten, wenn man so will nur die Hardware, die Software wird nicht beurteilt, da diese subjektiv wahrgenommen wird. Das ist der gravierende Unterschied. Jedoch relativieren sich die subjektiven Wahrnehmungen, da von neun verschiedenen Testern die Ergebnisse kumuliert werden, und so ein Gesamtergebnis in Punkten ermittelt wird. So wird aus vielen subjektiven Eindrücken ein objektiver.

Vorteile liegen auf der Hand

Hat sich eine Golfanlage für dieses Marketing-Tool entschieden, so werden hier und da beide Wege eingeschlagen. Einige der Leading-Golfanlagen haben zusätzlich eine Sterneklassifizierung durchführen lassen.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Gegenwert für die Einmalgebühren und der jährlichen Gebühren bei den Klassifizierungen sind gemeinsame Werbeauftritte in separaten Golfführern, die Damen-, Senioren- und Herren-Kapitäne vieler Golfclubs als Wegweiser für die Routenplanung der künftigen Golfreise dienen.

Und welcher Golfanlagenbetreiber oder wirtschaftlich verantwortliche Golf-Präsident freut sich nicht über einen Bus gut gelaunter Gäste, die die frohe Botschaft einer Sterne- oder Leading-Golfanlage in die Welt tragen.

Lieber noch eine Überraschung übriglassen

Aber Achtung: Wer sich selbst hohe Maßstäbe an die Eingangstür nagelt, sollte für seinen Gast und seine Mitglieder lieber noch eine Überraschung übriglassen. Welcher Gast freut sich nicht, ein Drei-Sterne-Greenfee auf einer Drei-Sterne-Golfanlage zu zahlen, aber einen gefühlten Vier-Sterne-Service zu empfangen. Da werden Erwartungen übertroffen, Freude stellt sich ein. Ein derart positiver Emotionstransfer, der auf einer subjektiven Erfahrung beruht, wird gerne weiter kommuniziert. Womit wir die höchste Stufe des Marketings erreicht hätten; den Verbraucher emotional zu berühren.

Aller Ehren wert ist die Haltung von Unternehmen, sich einem Qualitätsmanagement zu stellen. Ob es nun Sterne-Klassifizierungen, der Beitritt in eine Wertegemeinschaft oder andere Zertifizierungen sind. Helfen wird es dem (Golf)-Unternehmen, sich in seinem Marktumfeld zu positionieren und sich so eine Attraktivität zu verleihen, die Kunden anspricht.

Und da sind wir wieder bei der Eitelkeit: "Am glücklichsten sind nachweislich die Menschen, wenn sie etwas besitzen, was andere nicht haben." (Zitat: Prof. Opaschowski)


Ihr 

Adriaan A. Straten



Adriaan Alexander Straten berät mit seinen Netzwerken golfpilot.de und golfbrand.de seit 1989 Golfanlagen


"Da werden viele Ausreden gesucht..."

Dubai, VAE – Martin Kaymer hat sich in einem Interview bei Sky Sports über den deutschen Nachwuchs geäußert. Der Deutsche kann sich nur schwer erklären, weshalb sich nicht mehr deutsche Spieler das klare Ziel setzen, sich auf der European Tour zu etablieren.


Martin Kaymer hat sich im Vorfeld der DP World Tour Championship bei Sky Sports über die aktuelle Situation der deutschen Nachwuchsspieler auf der European Tour geäußert. Der Deutsche merkte an, nicht den vollen Einblick in die Situation zu haben und schilderte seine Beobachtungen. Vor allem nach dem Saisonende und der Q-School sei seine Hoffnung immer groß, dass jemand nachrückt. Es sei grundsätzlich für ihn aber sehr schwer zu erklären, weshalb sich so wenige deutsche Spieler auf eine Sache konzentrieren und sich das Ziel setzen, sich auf der European Tour zu etablieren.

"Da werden viele Ausreden gesucht", so Kaymer im Gespräch mit Irek Myskow. "Schon die Art und Weise, wie in vielen Kadern trainiert wird. Ich habe damals mit Günter Kessler und einigen weiteren Trainern anders trainiert. Wir wurden weniger abgelenkt, es wurde weniger hinein interpretiert oder Ausreden gesucht, weshalb manche Dinge nicht funktionieren." Heutzutage müssten immer perfekte Trainingsbedingungen vorherrschen: 25 Grad, ganz neue Bälle auf der Driving-Range und der perfekte Golfplatz. Am Ende braucht man nur Bälle, Schläger und einen Trainer."

"Da fehlt meiner Meinung nach der Wille"

Man müsse man die Sache durchziehen und einen roten Faden haben, so Kaymer weiter. "Wenn es nicht funktioniert muss man es erkennen und einen anderen Weg einschlagen. Das Hin und Her führt zu nichts. Das ist meine Beobachtung von außen und man sieht es auch an den Ergebnissen. Da fehlt meiner Meinung nach der Wille. Ich verstehe zum Beispiel nicht, wie manche Spieler zehn bis zwölf Jahre auf der Pro Golf Tour spielen und mit Mitte 30 nicht vom Fleck kommen. Irgendwann sollte man merken, ob man entweder nicht gut genug ist oder zu wenig trainiert. Eins von beiden wird dann die folgende Entscheidung mit sich tragen."

Martin Kaymer, der einzige Deutsche im Feld der DP World Tour Championship, konnte sich beim Saisonfinale am Sonntag mit einer ordentlichen Runde in die Winterpause verabschieden. Nach einer starken zweiten Halbrunde und 69 Schlägen (-3) schloss er das Finalturnier in Dubai auf dem 17. Rang ab. 

Kaymer beendete seine Saison auf der European Tour, die auch von einer Schulterverletzung negativ beeinflusst war, als 33. des Race to Dubai und verdiente dabei knapp 1,1 Millionen Euro. Aktuell belegt er den 70. Rang der Weltrangliste.

Brian Gay locht spektakulär zum Eagle

Sea Island, Georgia – Eagle, Doppel-Bogey, Par, Eagle – Brian Gay erlebt beim Finale der RSM Classic auf der PGA Tour ein spektakuläres Ende der Runde.

Video: Fisher treffsicher

Dubai, VAE – Beim großen European-Tour-Saisonfinale lassen die Veranstalter einige Pros in der Wüste auf einem Highway abschlagen. Sie müssen versuchen, ein gerade einmal zwei Yards breites Fairway zu treffen – aus 200 Yards Entfernung.


Wie sich Nicolas Colsaerts, Goerge Coetzee, Søren Kjeldsen und Ross Fisher dabei anstellten, ist in dem folgenden Video der European Tour zu sehen:


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